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Interessantes zur Olive & Co

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Interessantes zur  Olive  & Co

Ursprünglich stammt der wilde Olivenbaum aus Kleinasien oder Anatolien und wurde bereits 8000 Jahre vor Christi zur Oelgewinnung genutzt. Ab dem 6.JTvC. wurden die Olivenbäume bereits im mesopotanischen fruchtbaren Halbmond domestiziert. Die frühesten Funde von Olivenölamphoren stammen aus dem 3.JTvC. Homer nannte es „Flüssiges Gold“, die Athleten in Griechenland rieben sich rituell am ganzen Körper mit Olivenoel ein. Für die Völker des Mittelmeerraumes war Olivenoel stets mehr als nur Nahrungsmittel. Eine unerschöpfliche Quelle der Faszination, ein Arznei- und Wundermittel und gleichzeitig ein Quell des Reichtums und der Macht. Der Olivenbaum ist sehr robust und seine Lebensdauer kann in Jahrhunderten gemessen werden. Sein breites und tiefes Wurzelwerk sichert sein Überleben ohne zusätzliche Bewässerung selbst in trockensten Jahren. Selbst der erhöhte Salzgehalt im Boden durch die oft häufige Nähe zum Meer kann den Olivenbaum nicht beeinträchtigen. Wenn andere Ernten von Grundnahrungsmitteln vorbei sind und es keine landwirtschaftliche Arbeit mehr gibt, stehen die Olivenfrüchte zur Ernte und Verarbeitung an. Die minimale Pflege des Olivenbaums besteht alleine im jährlichen Rückschnitt des Baumes um die Frucht fürs kommende Spätjahr zu fördern. Gerade weil die Pflege des Baumes, die Ernte und die Verarbeitung der Früchte schon mit minimalster Ausstattung an mechanischer Technologie möglich ist, wurde der Olivenbaum von jeher gerne angebaut und gepflegt. Auch die einfache Lagerung des Olivenoels ist ein Segen. Es wird über Jahre hochwertig, aromareich und geschmacklich unveränderlich bleiben wenn man es gegen Licht und Wärme schützt.

Neben der Verwendung als Nahrungsmittel wurde das Olivenoel für Rituale, als Medikament, als Brennstoff in Öllampen und zur Herstellung von Seifen und Salben hochgeschätzt.


Kommerzielle Produktion

die Produktion des Olivenoels beginnt stets mit der Umwandlung der Oliven in Olivenpaste. Diese Paste wird sodann malaxiert (langsam aufgewühlt oder gemischt), um die mikroskopischen Oeltröpfchen zu konzentrieren. Das Oel wird mit Hilfe von Druck (traditionelle Methode) oder zentrifugal extrahiert (neue Methode). Nach der Extraktion enthält der Rest (Trester) immernoch eine geringe Menge an Oel.

Die Qualitätseinstufung des Olivenoels ist wie folgt:

„virgin“ bedeutet, das Oel wird physikalisch (Presse oder Zentrifuge) und ohne chemische Behandlung erzeugt.

„raffiniert“ bedeutet, dass das Oel chemisch behandelt wurde um einen starken Geschmack und den Säuregehalt zu neutralisieren (freie Fettsäuren). Allgemein wird das raffinierte Oel als qualitativ geringer als das native Oel angesehen.

„Oliventresteroel“ bedeutet dass das Oel aus dem verbliebenen Trester mit Hilfe von Lösungsmitteln (meist Hexan) und Wärme extrahiert wurde.


Die geschmackliche Qualität wird in Blindverkostung durch eine Gruppe professioneller Verkoster beurteilt (ähnlich Wein, Tee etc.)


interessant zu wissen:


Gesamtproduktion von Olivenoel weltweit: 3,2 mio Tonnen, davon z.B. in Spanien 1,5 mioT., Italien 0,5 mioT., Türkei 0,1 mioT. und Kroatien 0,05 mioT.